Leitung KiSZ DELFI Villach mit Außenstelle Hermagor

Mag.a Irmgard Binter

Psychotherapeutin - Psychodrama

Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin
Kinder- und Jugendtraumatherapeutin (nach PITT-KID)

irmgard.binter@ktn.kinderfreunde.org

Mitarbeiterin

Mag.a Waltraud de Lorenzo

Sozialarbeiterin

 

waltraud.delorenzo@ktn.kinderfreunde.org

Mitarbeiterin

Mag.a Heidi Moser

Klinische- und Gesundheitspsychologin

Psychotherapeutin - Systemische Familientherapie

 

heidemarie.moser@ktn.kinderfreunde.org

Mitarbeiterin

Mag.a Julia Hamichi

Klinische- und Gesundheitspsychologin

Psychotherapeutin - Systemische Familientherapie

Säuglings-, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

 

julia.hamichi@ktn.kinderfreunde.org

Sekretariat und Verwaltung

Ingrid Tauchhammer

Klagenfurter Straße 39

Unsere telefonischen Öffnungszeiten sind:

9500 Villach  
 

MO, DI, DO, FR von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr

E-Mail: beratung.villach@ktn.kinderfreunde.org

MI von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Telefon: (+ 43) 4242 280 68 oder

Handy: (+43)650 280 68 03

Selbstverständlich sind wir auch außerhalb dieser Zeiten nach Vereinbarung für Sie/für dich da.


 

 

So finden Sie zu uns:

 

15 Jahre Kinderschutzzentrum DELFI Villach

 

Da wir von Feierlichkeiten in der Corona-Pandemie absehen, ist der untenstehende Artikel ein kurzer Rückblick auf die Entstehungsgeschichte und auf die Anzahl der Klientinnen/Klienten, die in diesem Zeitraum Hilfe in Anspruch genommen haben.  

Nach einer Entwicklungszeit von ungefähr zwei Jahren wurde durch den Trägerverein der Kärntner Kinderfreunde am 2. Mai 2006 das Kinderschutzzentrum DELFI Villach, eine spezialisierte Beratungs- und Psychotherapieeinrichtung für alle von Gewalt betroffenen Minderjährigen, eröffnet.

Warum war die Öffnung des Kinderschutzzentrums so dringend notwendig und worin besteht der Unterschied zu anderen Beratungsstellen? Neben der Tatsachen, dass sich die Mitarbeiterinnen in einem Kinderschutzzentrum mit jeglicher Form von Gewalt an Minderjährigen beschäftigen, ist ein entscheidendes Kriterium der Abgrenzung zu anderen Beratungsstellen, dass kinderschutzrelevante Themen eine besondere Herangehensweise fordern. Dies kann einerseits ein duales Arbeiten mit der Familie erforderlich machen, andererseits muss die Vorgehensweise oder das spezielle Unterstützungsangebot für eine Familie immer vom ganzen Team mitgetragen werden. Das heißt, rasche Intervisionen im Team, mit Kolleginnen oder Leitung sind ein wesentlicher Bestandteil um Kinderschutzarbeit qualitativ gut leisten zu können. Diese Vorgehensweise bedeutet zwar erhebliche zeitliche Ressourcen, ist jedoch unabdingbar.

Mit drei Mitarbeiterinnen Frau Mag.a Dr. Sigrid Zeichen (damalige Leitung und Psychotherapeutin), Frau Mag.a Irmgard Binter (Psychotherapeutin) und Frau Ingrid Tauchhammer (Verwaltung) wurde die Arbeit im Kinderschutzzentrum DELFI aufgenommen. Im Herbst 2006 kam Frau Mag.a Waltraud de Lorenzo (Sozialarbeiterin) ins Team. Im Herbst 2008 kam es zu einem Leitungswechsel, da Frau Mag.a Dr.in Zeichen das Kinderschutzzentrum DELFI verließ und Frau Mag.a Binter dann die Leitung übernahm. Es stellte sich bald heraus, dass die 95 Gesamtwochenstunden für den ganzen Oberkärntner Raum als Einzugsgebiet nicht ausreichend sind. Somit wurde im Herbst 2008 zusätzlich eine Psychotherapiestelle mit 30 Wochenstunden etabliert, davon waren acht Wochenstunden für die Außenstelle Hermagor geplant, die dann mit April 2009 eröffnet wurde. Die Psychotherapiestelle übernahm Frau Mag.a Waltraud Prem und betreute zusätzlich einmal in der Woche die Außenstelle Hermagor, wobei diese Regelung bis heute gilt.    

Nach dem Leitungswechsel wurde die freigewordene Psychotherapiestelle im Jänner 2009 mit Frau Mag.a Liliane Marinz nachbesetzt. Das Team DELFI Villach mit Außenstelle Hermagor hatte ab dem Jahr 2009 fünf Mitarbeiterinnen mit einer Gesamtwochenstundenanzahl von 125. Diese 125 Wochenstunden haben bis zum heutigen Tag Bestand.  

Da das Team gut aufgestellt war konnten Weiterentwicklungen vorangebracht werden. Die Angebote wurden erweitert und exakter konzipiert, interne Handlungsleitfäden wurden erarbeitet und strukturiert.

Nach dem Ausscheiden der Kolleginnen Frau Mag.a Marinz (Oktober 2013) und Frau Mag.a Prem (August 2014) wurden die beiden freigewordenen Stellen mit Frau Mag.a Julia Hamichi und Frau Mag.a Heidi Moser (beide Klinische Psychologinnen und Psychotherapeutinnen) nachbesetzt.

Die Weiterentwicklungen konnten über all die Jahre im Team und in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnerinnen/Kooperationspartnern gut umgesetzt werden. Mit Anfang 2018 kam es auf Grund des Mutterschutzes und anschließender Karenz von Frau Mag.a Hamichi zu einer neuerlichen Änderung in der Teamzusammensetzung. Mit Frau Julia Leitner-Mihalkovits, BA, die einige Zeit im Kinderschutzzentrum Lienz arbeitete, wurde die Karenzstelle nachbesetzt. Im Herbst 2019 ging Frau Leitner-Mihalkovits, BA in den Mutterschutz und anschließend in Karenz. Frau Mag.a Julia Hamichi kehrte im April 2020 aus der Karenzzeit ins Team zurück. Trotz des schwierigen Jahres durch die Covid19 Pandemie konnten die Unterstützungsangebote für die Familien weitestgehend aufrechterhalten werden.   

 

Das Leitbild „Kinder schützen – Eltern unterstützen“ hat über all die Jahre nach wie vor oberste Priorität. Denn im Sinne des Kinderschutzes kann eine gute Unterstützung für Kinder nur erfolgen, wenn die verantwortlichen Erwachsenen wie Eltern/Erziehungsberechtigte in das Unterstützungsangebot nicht nur eingebunden sind, sondern das Angebot  auch so gestaltet ist, dass Eltern/Erziehungsberechtigte dieses gut annehmen können. Das bedeutet, dass sie in ihrem Sein geachtet und in ihren Lebenszusammenhängen verstanden werden. Im 15 jährigen Bestehen des Kinderschutzzentrums von Mai 2006 bis Ende April 2021 wurden insgesamt 2587 Minderjährige unterstützt. Mit den miteinbezogenen 3482 Angehörigen (Bezugssystem) erhielten somit insgesamt 6169 Personen Unterstützung im Kinderschutzzentrum DELFI Villach.

Aufgeschlüsselt auf die Behandlungsanlässe, nach denen im Kinderschutzzentrum dokumentiert wird, bedeutet dies:

  • Von Entwicklungsgefährdungen auf Grund von körperlicher und psychischer Gewalt waren 383 Minderjährige betroffen;
  • 329 Minderjährige waren sexueller Gewalt ausgesetzt;
  • 470 Minderjährige entfielen auf den Behandlungsanlass psychische Störungen des Kindes und Jugendalters;
  • 134 Minderjährige waren sexuellen Übergriffen durch andere Minderjährige (alle Beteiligten unter 14 Jahre) ausgesetzt;
  • Bei 1340 Minderjährigen bestand eine Entwicklungsgefährdung, die durch elterliche Belastungsfaktoren ausgelöst wurde:

Jedes Kind, das von einer Form der Gewalt betroffen ist oder unter den Belastungen, die durch hochstrittige Scheidungen ausgelöst werden, leidet, ist ein Kind zu viel.

 

In den letzten sieben Jahren konnten keine Angebote mehr im Präventionsbereich gestellt werden, da die Ressourcen schon für den akuten Bedarf nicht ausreichten.

Trotz aller Bemühungen konnten in keinem einzigen Jahr alle Anfragen von Klientinnen oder Klienten übernommen werden. Gerade bei den Psychotherapien, die sich doch auch über mehrere Jahre erstrecken können, waren die Anfragen um ein Wesentliches höher, als auf Grund der vorhandenen Ressourcen übernommen werden konnte.

 

Über die Jahre hinweg hat sich gezeigt, dass sich jede einzelne Mitarbeiterin für den Kinderschutz engagiert und trotz aller Belastungen gute Arbeit zum Wohl der Minderjährigen leistet. Dies ist aber nur möglich, weil auf die gute, wertschätzende und lange Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kinder- und Jugendhilfe und den vielen anderen Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern vertraut werden kann. Dafür möchte ich mich im Namen des gesamten Teams des Kinderschutzzentrums DELFI Villach ganz herzlich bedanken. Ich hoffe für die Zukunft auf eine weitere gute Zusammenarbeit und auf einen kollegialen, fachlichen Austausch.

Mag.a Binter Irmgard

Leitung des KiSZ DELFI Villach mit

Außenstelle Hermagor

 

 

 

 

 

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